#1

Nach "Das Licht zwischen den Welten"

in Zwischen den Veranstaltungen 28.08.2018 16:58
von Solonia Orga • 81 Beiträge

Tage waren vergangen, seit den Ereignissen in den Zwergenhöhen. Almenos war nach Rimosel zurück gebracht worden und sprach seitdem kein Wort mehr. Immer wenn er die Augen schloß sah er Ceara vor sich, wie sie auf das feurige Herz zuging, es aufnahm und schließlich zu Asche wurde. Die Worte eines der Anwesenden hallten ihm durch den Kopf:

"Wenn eure Zeit gekommen ist, werdet ihr sie im Strom wiedersehen!"

Doch Almenos wusste nicht wie er einen weiteren Tag ohne seine Tochter leben sollte. Liadana hatte es gewusst und ihn gewarnt...aber in seinem Starrsinn hatte er nicht hören wollen. Leise schluchzend rief er nach ihr:

Almenos: "Lia...liebste Lia...ich brauche dich so sehr..."

Er zwang sich zur Ruhe und lauschte.
Vergeblich...

Schwach und langsam glitt Almenos' Hand zu dem kleinen Tisch, der zu seiner Rechten stand. Er griff nach einem langen Dolch und hielt ihn für Sekunden vor sich. Teile seines Gesichts spiegelten sich in der Klinge und ließen ihn in müde Augen blicken. Beinahe zärtlich strich er über das Metall und setzte die Spitze an seine Brust. Mit beiden Händen umfasste er den Griff und spannte die Muskeln. Wenn es mir meine Ceara wieder bringt, so soll meine Zeit sofort enden! In dem Moment da er zustoßen wollte, knackte das Feuer des Kamins.

"Papa!"

Es war nur dieses eine Wort...doch es hielt Almenos zurück. Klappernd fiel der Dolch auf den hölzernen Boden und der Stadthalter von Rimosel barg sein Gesicht in den Händen. War es möglich dass Ceara noch nicht in den Strom eingegangen war? Konnte sie gefunden und vielleicht sogar gerettet werden? Almenos ballte die Fäuste und erhob sich.

Ich werde meine Tochter wiedersehen! Egal was ich dafür tun muss!

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#2

RE: Nach "Das Licht zwischen den Welten"

in Zwischen den Veranstaltungen 02.09.2018 15:17
von Solonia Orga • 81 Beiträge

Es waren mehrere Tage vergangen, seit die Kugel des Feuers in die Hände der Verteidiger Solonia's gefallen war. Merilas Adlerfeder wusste dass er seinen Herrn erneut enttäuscht hatte und nun endgültig verstoßen war. Trotzdem hielt sich in ihm der hartnäckige Gedanke es wieder gutmachen zu können. Ja, er konnte seinem König immernoch das ultimative Geschenk machen und würde zurückkehren auf die Welt des Lichts!

Dem Elfen war besondere Aufmerksamkeit entgegen gebracht worden, als es darum ging ihn sicher zu verwahren. In Ketten geschlagen saß er in seiner dunklen, kalten Zelle, wissend dass er beobachtet wurde. Nicht von den tumben Wachen, die behäbig ihre Runden drehten, sondern von jemandem der starke, negative Emotionen mit ihm verband...

Tief in der Nacht erwachte der Elf. Er spürte dass er nicht mehr allein war.

Adlerfeder: "Bist du gekommen es zu beenden? Ich sah die Enttäuschung in deinen Augen, da du mich nicht an Ort und Stelle töten konntest."

Aus den Schatten schälte sich eine junge Frau, deren Gesicht von einem Horn und mehreren Schuppen verfremdet wurde.

Kiacor: "Ich bin keine feige Mörderin...kein Monster wie ihr eines seid!"

Adlerfeder: "Und doch ist da viel Hass in dir. Hass auf den Mörder deines Vaters!"

Für einen Moment glühten die Augen der Drachin in einer Welle der Emotionen auf. Dann beruhigte sie sich wieder und wählte ihre Worte mit Bedacht.

Kiacor: "Das Wissen meines Vaters ist auf mich übergegangen. Ich habe gesehen was er gesehen hat. Ich...weiß welches schreckliche Schicksal mich erwartet. Und doch werde ich nicht mehr zögern. Ich werde tun was getan werden muss!"

Der Elf lachte süffisant.

Adlerfeder: "Ihr habt nicht den Hauch einer Chance gegen Dal'Narath! Er wird all jene um sich scharen, die noch loyal zum alten Weg stehen und diese Welt auslöschen!"

Kiacor verengte die Augen und kam dem verhassten Elfen einen Moment lang sehr nah.

Kiacor: "Eines verspreche ich euch hiermit. Solltet ihr jemals wieder die Freiheit erlangen und wider Solonia handeln, so werde ich euch jagen...euch finden...und euch töten!"

Damit trat sie zurück in die Schatten und verschwand.

Adlerfeder: "Wir müssen alle sterben, kleiner Drache. Und mein Tod soll für einen höheren Zweck geschehen. Letztlich dienen wir alle nur dem König des Lichts...ob wir wollen oder nicht!"

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#3

RE: Nach "Das Licht zwischen den Welten"

in Zwischen den Veranstaltungen 18.09.2018 19:45
von Solonia Orga • 81 Beiträge

Herbst des Jahres 1011

Melissa Frejigd ermüdete die lange Diskussion der gelehrten Männer. Im Namen Amerion's hatten sie den unsichtbaren Tod untersucht und konnten kaum Fakten, doch dafür unzählige Thesen vorweisen. Sicher war dass das Voranschreiten der Anomalie zu einem plötzlich Halt gekommen war und sich seit Wochen daran nichts geändert hatte. Leben schien hinter der mysteriösen Mauer keines mehr existieren zu können. Auch wenn viele Orks und andere Wesen geflohen waren, musste die Zahl der Opfer hoch sein.

Tumult wurde im Vorzimmer laut und Maxin glitt zur Tür um nachzusehen. Nach mehreren, energisch geflüsterten Worten wurde zwei Magiern Einlass gewährt. Die schmutzigen und erschöpften Männer verbeugten sich fahrig und entrollten eine Karte vor der Dogeressa.
Magister Iranius: "Es ist...es ist schlimmer als wir erwartet haben! Wir kehren soeben von einer Reise aus dem südlichen Tonos zurück und haben dort ebenfalls den unsichtbaren Tod gesehen."
Er deutete auf einen See im nördlichen Süd-Tonos. Sofort bildeten die anderen Gelehrten eine Traube um die Karte und murmelten aufgeregt.
Magister Iranius: "Mylady...wenn es sich bei diesem Phänomen nicht um etwas zufälliges handelt, müssen wir davon ausgehen dass die Sichtungen zusammen hängen."
Er nahm einen Löffel vom Tisch und legte ihn zwischen die beiden, bekannten Punkte der Karte.
1. Gelehrter: "Aber...das würde ja bedeuten..."
Schnell waren drei weitere Löffel zur Hand und es wurde ein gleichseitiges Viereck gelegt.
2. Gelehrter: "Wenn die Lande der Mitte vollkommen davon umspannt sind, wird es sich um ein Rund handeln. Wir müssen die Bucht des Lichts und das Meer vor Amerion untersuchen. Es besteht allerhöchste Gefahr!"
1. Gelehrter: "Was wäre, wenn es sich um eine Kugel, statt um ein Rund handelt? So oder so müsste es einen Mittelpunkt geben!"
2. Gelehrter: "Ein interessanter Gedanke. Wir könnten Igel fangen und sie mit Katapulten..."
Der Gelehrte hatte den Blick der Dogeressa aufgefangen und war Stück für Stück leiser geworden.
Melissa: "Wir werden im Namen Amerion's keine Igel mit Katapulten verschießen! Doch es muss weitere Untersuchungen geben! Versucht mit der gebotenen Vorsicht herauszufinden ob sich eure Theorien bestätigen."
Der Blick der Dogeressa fiel noch einmal auf die Karte. Wenn es einen Mittelpunkt des Ganzen gab, dann lag er zweifelsohne in den Zwölf Auen...

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