#1

Nach "Die ver-siegende Flamme"

in Zwischen den Veranstaltungen 18.09.2017 19:38
von Solonia Orga • 35 Beiträge

(Da dieses Ereignis wichtig ist und ein paar Teilnehmer es verpasst haben...)

Risol brach in die Knie. Der schwarze Pfeil steckte tief in seinem Körper. Einen Moment rang er noch mit sich, doch dann verließ ihn alle Kraft und er fiel vornüber.
Risol: "Ihr...Narren..."
Stille...

Lenara erschien aus dem nahen Wald und kniete sich neben Risol nieder.
Lenara: "Risol...es wird Zeit in den Strom des Lebens zurück zu kehren."
Sie berührte ihn und er erhob sich langsam.
Risol: "Aber...mein Werk ist noch nicht getan. Diese Narren haben Adlerfeder blind vertraut und die letzte Hoffnung für Solonia zunichte gemacht."
Lenara: "Sie werden ihren Fehler erkennen. Und wenn ihnen Solonia am Herzen liegt, werden sie dafür kämpfen."
Risol: "Doch sie wissen nicht was zu tun ist!"
Die junge Frau lächelte.
Lenara: "Wenn du es ihnen sagen könntest...welche Worte würdest du wählen?"
Der Drache deutete vor sich und suchte dann nach dem schwarzen Stein, der ins Gras gefallen war.
Risol: "Das Portal führt fünfzig Jahre in die Vergangenheit, zu dem Punkt da Adlerfeder meine sterbliche Existenz beendete. Nur eines der Eier aus dem Hort wurde nicht zerstört. Einer...und nur einer...kann durch das Portal treten und mit dem schwarzen Stein das Ei ermächtigen. Nur so wird der letzte lebende Drache die Macht haben den Plan der Drachen auszuführen und es endlich zu beenden. Doch wer auch immer geht...er wird nicht zurück kehren und nicht überleben."
Lenara nickte.
Lenara: "Sie werden es verstehen. Doch nun...ist es Zeit zu gehen."
Sie reichte Risol die Hand und er wurde zu grüner Energie. Als er fort war drehte sich das grünhaarige Mädchen zu den mutigen Recken.
Lenara: "Als du sterbend am Boden lagst hat Solonia dir dein Leben geschenkt, damit du es eines Tages zurückgeben kannst. Dieser Tag ist nun gekommen...Rank."
Rank trat vor und nickte...

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#2

RE: Nach "Die ver-siegende Flamme"

in Zwischen den Veranstaltungen 24.09.2017 19:16
von Solonia Orga • 35 Beiträge

Rank schrie erschrocken auf als er das Portal passiert hatte. Schritt er zuvor noch auf weichem Gras trat er nun ins Leere, da er sich zwei Meter über dem felsigen Boden einer Höhle befand. Er kippte nach vorne wobei er auf einen Mann stürzte, der soeben seinen Streitkolben erhoben hatte. Dem Soldaten blieb keine Zeit auszuweichen. Mit einem kurzen Schreckenslaut wurde er von Rank begraben. Der Zeitreisende rappelte sich schnell wieder auf, doch erkannte dass sein Gegenüber das Bewusstsein verloren hatte. Mit einer Sorgenfalte auf der Stirn untersuchte Rank den Mann.

Rank: "Ein Glück! Es wird nur eine dicke Beule von der Begegnung zurückbleiben. Hoffentlich nichts was den Fluss der Zeit aus dem..."

Er stockte. Neben sich erblickte er ein mit Schuppen übersätes Ei. Es mochte eine gute Elle hoch sein wobei es sich farblich nur leicht von seiner Umgebung abhob. Das muss es sein! Schnell sah Rank sich um. Er war erleichtert dass nicht noch jemand in der Nähe war. Wenn es stimmte was Risol gesagt hatte so war dies der Hort der Drachen, unmittelbar nach dem Sieg Adlerfeder's. Es war höchste Eile geboten! Rank holte den schwarzen Stein hervor und betrachtete ihn einen Moment. Das Ei damit berühren... Mehr war ihm nicht aufgetragen worden. Er drückte den Stein an die harte Schale. Sogleich spürte ein Kribbeln in der Hand. Einen Moment lang schien den Stein viel Kraft zu durchströmen. In seinem Geist sah er wie ihn etwas beobachtete. Kluge, junge Augen die ihn musterten und ihn sich einprägten. Dann war das Kribbeln verschwunden. Rank atmete erleichtert auf.

Er lehnte sich an den Fels. Deutlich spürte er die Strapazen des Rituals und sehnte sich nach einem Lager. Dann vernahm er Stimmen aus der Ferne. Noch immer waren die Mitstreiter Adlerfeder's in der Umgebung! Rank sah zum Ei. Wenn ich dich hier lasse finden sie dich. Er stand wieder auf, legte die Arme vorsichtig um das Ei. Inständig hoffte er das solonische Dracheneier genauso stabil waren wie alle anderen. Dann hatte er es auch schon vom Boden gelöst und machte einen überraschten Schritt nach hinten. Du bist leichter als erwartet! Rank stieg über den bewusstlosen Mann hinweg. Langsam schlich er durch die Höhle. Ohne Licht war es schwierig einen Weg zu finden, doch so wurde er zumindest nicht gesehen...


Stunden später war das Drachenei außerhalb jeder Gefahr. Rank grub eine kleine Kuhle in die er das Ei hineinlegte. Dann lehnte er sich an den nahen Baum und schloss die Augen. Er ging in Gedanken die Texte des Archivars durch, versuchte sich zu erinnern. Neben Risol wurde noch ein Drache erwähnt. Als die süße Müdigkeit nach ihm griff, wehrte er sich nicht. Und während er langsam einschlief wusste er schon wohin er das Ei bringen würde. In die Zwölf Auen...

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#3

RE: Nach "Die ver-siegende Flamme"

in Zwischen den Veranstaltungen 30.09.2017 19:59
von Solonia Orga • 35 Beiträge

Mit einem Lichtblitz wurde der Geist in den Kristall verbannt. Seleyana kauerte auf dem Boden, die Augen fest zusammengekniffen. In ihren Ohren verhallte nur langsam der grelle Schrei der Frau. Almenos beugte sich schützend über sie. „Seleyana. Was ist mit Euch? Geht es Euch gut?“ Sie wartete ab. Sekunden verstrichen. Nichts geschah. Dieser unsägliche Schmerz in ihrer Brust war verschwunden. Durch ihre Verbindung zu Gregorian hatte sie jede Einzelheit des Kampfes, jeden seelischen Schmerz, mitempfunden. Doch nun? Sie fühlte sich gestärkt. Seltsamerweise ausgeruht. Und… frei! Ihr erster Gedanke galt Savenius. Sie hob den Kopf: „Wo finde ich Savenius?“ Almenos zeigte mit dem Finger an ihr vorbei: „Dort unten am Lagerfeuer“. Seleyana sprang auf, raffte ihre Röcke und fing an zu laufen. Almenos konnte nur schwer Schritt halten. So laut sie konnte rief sie: „Savenius? Savenius, wo bist du?“ Von weit her hörte man: „Seleyana, Seleyana! Hier!“ Sie ließ sich neben ihm auf die Bank nieder und fiel in seine Arme. „Savenius! Endlich!“ Tränen des Glücks rannen ihr über die Wangen: „Ich hatte es kaum noch für möglich gehalten. So lange…“ „Seleyana, meine Liebste. Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben!“ erwiderte Savenius und wiegte sie in seinen Armen.

Ein paar Minuten verstrichen. Leise sprach Savenius: „Ich bin so froh dass mein letzter Wunsch in Erfüllung gegangen ist bevor ich in den Strom eingehe.“ Mit Tränen in den Augen schaute er dankbar seinen Freund Almenos an. Seleyana hob abrupt den Kopf. „Was sagst du da? Kaum haben wir uns wieder gefunden soll ich dich schon wieder verlieren?“ Verzweiflung machte sich in ihr breit. Savenius drückte ihre Hand und seufzte. "Ich bin alt geworden, Liebste. Älter als manch anderer. Und die Ereignisse der Königswahl haben ihre Spuren an mir hinterlassen. Einer von Ansbert's Mordbuben nutzte ein schleichendes Gift, welches aus Risol's untotem Körper gewonnen wurde. Mir konnte nie gänzlich geholfen werden und schon bald werde ich in den Kreislauf zurückkehren." Seleyana schüttelte den Kopf: "Nein, das darf nicht....!" Ihr wollte schier das Herz zerspringen. Entsetzt sah sie ihn mit großen Augen an. Erst jetzt wurden ihr die dunkel hervorgetretenen Adern unter der blassen Haut ihres Mannes gewahr. Wie düstere Vorboten zogen sie sich scheinbar über den ganzen Körper. Seine Augen lagen schwarz und tief in den Höhlen, jeglicher Glanz war aus ihnen gewichen.

„Es gibt eine Möglichkeit...“ Almenos blickte seinem Freund fest in die Augen. Savenius nickte: „In dem du mich zu einem Strigoi machst, könnte ich weiterleben. Gräfin Hanka selbst hatte diese Idee. Almenos wie auch der Magier Darkesh sind damit einverstanden.“ „Mein Liebster…“ Seleyana hielt inne, langsam begreifend was er da sagte. „Der Preis den du zahlen müsstest ist hoch und die Schmerzen sind unvorstellbar!“ „Nichts könnte dem Schmerz der Trennung auch nur nahe kommen. Schließlich haben wir 30 Jahre nachzuholen!“ Er brachte ein Lächeln zu Stande. „Dann lass uns keine Zeit mehr verlieren.“ entgegnete sie und sagte zu den anderen: „Wir werden uns nun erst einmal zurück ziehen…“

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#4

RE: Nach "Die ver-siegende Flamme"

in Zwischen den Veranstaltungen 30.09.2017 20:08
von Solonia Orga • 35 Beiträge

Der Mineralist hatte eine verstörende Erkenntnis gebracht. Die Kugel war ganz und gar aus Knochen gefertigt und scheinbar magisch gehärtet worden. Da die konsultierten Magier der Kugel allerdings nichts anhaben konnten, musste es das Wirken eines mächtigen Wesens gewesen sein. Am Abend vor ihrer Abreise hatte Melissa Frejigd die Kugel in das Anwesen des Stadthalters bringen lassen. In der Gesellschaft von Almenos und seiner Tochter Ceara ließen sie noch ein letztes Mal die Geschehnisse Revue passieren.

Ceara: "Wäre es denn möglich dass Risol die ganze Zeit über helfen wollte?"

Die Dogeressa wollte etwas erwidern, als es zweimal schwer an die Tür des Anwesens klopfte. Einer der Bediensteten eilte durch den Korridor und trat kurze Zeit später an Almenos heran. "Mein Herr, ein gewisser Rouven verlangt eingelassen zu werden. Er sagt er könne wohlmöglich helfen. Soll ich ihn wieder fort schicken?"

Der Stadthalter und die Dogeressa wechselten einen Blick. "Nein. Bittet ihn herein und heißt ihn seine Waffen abzulegen."

Der Bedienstete nickte und eilte sofort wieder davon. Erst eine Weile danach kehrte er in Begleitung zurück. Almenos erkannte Rouven sofort und erhob sich. Doch bevor der neue Wächter der Luft auch nur in die Nähe der Dogeressa kommen konnte, war Maxin aus den Schatten getreten und hielt ihn auf. Er durchsuchte den Gast und ließ ihn erst passieren als er sicher war dass er wirklich jede Waffe abgelegt hatte.

Rouven: "Traue keinem ehemaligen Vogt, hm?"

Er lächelte und trat näher, während Maxin ihn nicht aus den Augen ließ. Nun erhoben sich auch Melissa und Ceara. Rouven verbeugte sich etwas linkisch, doch wählte seine Worte wohl. "Ich bitte diese späte Störung zu vergeben, werte Dogeressa, werter Stadthalter und...werte Dame. Ich weiß dies mag seltsam klingen, doch ich folgte einem Flüstern der Elemente, um etwas Licht auf die Kugel zu werfen welche sich bei Risol fand."

Almenos: "Einige der klügsten Magier von Groß-Alkalsa haben sich den Kopf über die Kugel zerbrochen. Was glaubt ihr uns darüber sagen zu können?"

Rouven: "Ich glaube auf meiner Stirn prangt nicht zufällig das Zeichen der Luft. Eben jenes welches sich auch auf der Kugel findet. Vielleicht kann ich eine Verbindung finden, wo Magie ohne Ziel dies nicht vermochte. Und falls dem nicht so ist habt ihr nichts verloren außer etwas Zeit."

Die Dogeressa nickte, was Almenos veranlasste die Hand zu heben und zu Schnippen. Der Diener der aufmerksam zugehört hatte setzte sich einmal mehr in Bewegung, um etwas später mit einer Schatulle zurück zu kehren. Derweil hatte sich Rouven gesetzt und einen ihm dargebotenen Becher geleert. Almenos bedeutete dem Diener die Schatulle auf den Tisch in der Mitte der Runde zu stellen. Dort öffnete sie der Stadthalter und trat wieder zurück.

Rouven: "Mit eurer Erlaubnis..."

Da er nicht aufgehalten wurde erhob er sich und ging vor dem Tisch in die Hocke. Vorsichtig nahm er die Kugel aus der Schatulle und drehte das Symbol der Luft zu sich. Er spürte eindeutig eine mächtige Präsenz. Und dann glühte das Symbol auf...wurden Rouven's Augen milchig weiß...veränderte sich seine Stimme.

Rouven: "Was wollt ihr von mir?"

Der Stadthalter reagierte zuerst: "Wir wollen verstehen was Risol mit der Kugel bezweckte. Was war sein Ziel?"

Einen Moment lang herrschte Stille. Dann breitete sich von der Kugel ein helles Licht aus und tauchte den Raum in eine geisterhafte Szenerie. Die Anwesenden konnten eindeutig Risol erkennen, wie er am Ewigen Sturm mit jemandem redete.

Unbekannte Stimme: "Die Elemente werden sich niemals einem Untoten beugen!"

Risol holte eine geisterhafte Kopie der Kugel hervor die Rouven in der Hand hielt. Er streckte sie dem Elementarherren entgegen.

Risol: "Ich weiß. Damit habe ich bereits gerechnet. Deswegen habe ich euch einen Vorschlag zu unterbreiten. Uns ist beiden bewusst welches Schicksal Solonia erwartet und ich habe vor dem letzten noch lebenden Drachen genug Macht zu geben, um zu tun was nötig ist. Doch dafür benötige ich eure Hilfe, Herr der Luft. Nur mit eurer Macht kann der Plan gelingen einen Riss in das Gefüge der Zeit zu reißen und eine winzige Änderung in der Vergangenheit vorzunehmen! Ohne eure Hilfe jedoch ist alles vergebens."

Einen Moment herrschte Stille und der Herr der Luft schien die Worte zu überdenken. "Ohne einen lebenden Drachen ist das Schicksal dieser Welt besiegelt. Ich weiß welches Schicksal mir und den anderen droht, wenn euer Plan scheitert. So lasst mich euch um meiner Brüder und Schwestern Willen helfen. Möge durch den zerbrochenen Kreis endlich der ersehnte Frieden eintreten."

Der Elementarherr löste sich auf und wurde eins mit der Kugel in Risol's Hand. Triumphierend hielt der Drache sie noch einen Moment in die Höhe, während der Ewige Sturm in sich zusammen brach.

Die geisterhafte Szenerie verblasste. Rouven's Augen waren noch immer getrübt.

Almenos: "Der Plan der Drachen ist uns noch immer nicht offenbart worden!"

Rouven verzog den Mund zu einem ironischen Lächeln. "Findet den letzten, lebenden Drachen. Wenn die Kugel in seinen Händen ruht wird euch alles offenbar werden. Doch wisset das die Zeit drängt. Er ist bereits auf dem Weg!"

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#5

RE: Nach "Die ver-siegende Flamme"

in Zwischen den Veranstaltungen 30.09.2017 20:10
von Solonia Orga • 35 Beiträge

Merilas Adlerfeder beugte Knie und Kopf als die durchscheinende Gestalt vor ihm erschien.

Gestalt: "Ist es vollbracht?"

Adlerfeder: "Risol ist endgültig besiegt, mein König. Niemand steht euch und euren Plänen mehr im Weg."

Gestalt: "Was ist mit seiner Tochter?"

Adlerfeder: "Sie ist unbedeutend. Zu schwach um sich euch..."

Gestalt: "Ihr werdet euch auch um sie kümmern, Adlerfeder. Vergesst nicht euren Irrtum und euer Versagen nach dem ersten Sieg über Risol."

Adlerfeder: "Ich werde tun was ihr von mir verlangt, mein Herr und König."

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